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MESOZOIKUM / Das Zeitalter der Trias

 

vor 251 bis 201 Millionen Jahren

 

Die Trias bedeutet Dreiheit, sogenannt wegen der drei Gesteinsarten Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein, welche während dieser Epoche in Europa vertreten waren. Benannt wurde sie 1834 vom deutschen Geologen Friedrich August von Alberti (1795 - 1878). Die Trias war die früheste Periode des Mesozoikum und man kann sie als den Anfang des Zeitalters der Dinosaurier betrachten. Während der Trias waren alle Kontinente zu einer großen Landmasse verschmolzen, die Pangäa genannt wird. Dieser große Kontinent lag auf beiden Seiten des Äquators. Auf der Erde war es warm und trocken und es gab sehr viele Wüsten und keine Eiskappen auf den Polen. Die Temperatur war auf den Landmassen einheitlich mild, es gab kaum jahreszeitliche Unterschiede und nur wenige Binnengewässer. Die Dinosaurier passten sich diesem Klima gut an. Pflanzenfresser wie Plateosaurus und Fleischfresser wie Herrerasaurus waren die vorherrschenden Arten, die zu dieser Zeit lebten. Die Trias wird in 3 Epochen und 7 Zeitalter unterteilt. Eine Übersicht erhältst Du hier: Zeitalter der Trias / © Dinodata.de. Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)  Zeitalter des Trias. Gegen Ende der Trias vor ungefähr 201 Millionen Jahren fand ein großes Massensterben statt, bei der fast alle Meeres- und Landlebewesen zugrunde gingen. Die Ursache für dieses Aussterben ist bis heute rätselhaft, als wahrscheinlichste Ursache wird von einigen Forschern starke vulkanische Aktivität angenommen.

 

Trias vor 240 Millionen Jahren / 
© Ron Blakey. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Trias vor 240 Mio. Jahren
© Ron Blakey
Trias vor 220 Millionen Jahren / 
© Ron Blakey. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Trias vor 220 Mio. Jahren
© Ron Blakey
 

In der Trias gab es eine große Landmasse: den Superkontinent Pangäa. Zwischen dem Nordteil Laurasia und der Südteil Gondwana lag das große Tethys-Meer. Laurasia umfasste die heutigen Kontinente Nordamerika, Europa und Asien. Zu Gondwana gehörten Afrika, Australien, Indien, Südamerika, die arabische Halbinsel und die Antarktis. Der Südpol lag im Meer. Große Wüsten und savannenähnliche trockene Hochebenen bedeckten den Superkontinent. Im Laufe der Jahrmillionen bewegte sich Pangäa langsam in Richtung Norden. Im heutigen Nord- und Südchina, das im östlichen Ozean lag, existierten im dort relativ feuchten Klima tropische Regenwälder.

Die Pflanzenwelt im Norden von Pangäa unterschied sich wahrscheinlich deutlich von der im Süden. Die Pflanzen Laurasias waren Arten, die an das Trockenklima angepasst waren, wie beispielsweise Ginkgos, Farnsamer, Palmfarne und andere Samenpflanzen. Die größten Bäume stellten die Nadelhölzer. Auen und Feuchtgebiete waren von Schachtelhalmdickichten bedeckt. In den Regionen in Äquatornähe und in anderen Trockengebieten wuchsen Koniferen und Palmfarne in kleinen Hainen. Gondwana wurde von Wäldern aus hochwüchsigen Farnsamern bedeckt. Gegen Ende des Trias wurden die Farne von Palmfarnen, Baumfarnen und anderen Samenpflanzen verdrängt. Zu den Pflanzen des späten Trias gehörte die Wielandiella, eine Bennettitee, die eng mit den Blütenpflanzen verwandt ist.

 

Landschaft in der Trias / © Karen Carr. Verwendet mit freundlicher Genehmigung der Autorin
Landschaft in der Trias
© Karen Carr
Wielandiella / © Dinodata.de
Wielandiella
© Dinodata.de

 

Während der Trias regierten auf dem Land die Reptilien. Zu den Pflanzenfressern gehörten unter anderem die Dicynodonten (griech. "Zwei Hundezähner"), die Rhynchosaurier sowie die Cynodonten wie Placerias. Diese Reptilien starben während eines Massensterbens in der Trias aus, ihre Lebensräume wurden von den Thecodontiern wie Proterosuchus und Postosuchus übernommen, die dann ebenfalls am Ende der Trias ausstarben. Die Ursache für dieses massenhafte Aussterben ist bislang nicht geklärt, die Wissenschaftler vermuten jedoch, dass der Ausbruch eines Supervulkans ein Grund gewesen sein könnte. Es überlebten nur Krokodile, Schildkröten, kleine Säugetiere und Dinosaurier. Die beiden Hauptgruppen der Dinosaurier (Ornithischia und Saurischia) bildeten sich während der Oberen Trias. Die frühen Dinosaurier waren sehr leicht gebaute Theropoden wie Coelophysis und Herrerasaurus, zu den ersten pflanzenfressenden Dinosaurier gehörten Plateosaurus und Massospondylus. Der Aufstieg der Dinosaurier führte dazu, das andere zuvor Tiergruppen wie spreizgängige Reptilien, einige Amphibienarten und Säugetier ähnliche Reptilien ausstarben. Behaupten konnten sich die Insekten, die dann auch eine Nahrungsquelle für kleinere Dinosaurierarten und Jungtiere darstellten, sowie die Krokodile und einige kleine Säugetiere.

 

Proterosuchus / Bild ist gemeinfrei (Public Domain)
Proterosuchus
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Postosuchus / © Mineo Shiraishi. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Postosuchus
© Mineo Shiraishi
Coelophysis / © Raul Lunia. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Coelophysis
© Raul Lunia
Plateosaurus / © Raul Martin. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Plateosaurus
© Raul Martin

 

Auch der Himmel wurde erobert. In den Wäldern der Trias segelten kleine Flugreptilien im Gleitflug. Die Flügel dieser Tiere wurden von Rippenknochen verstärkt, auch ist es denkbar, das es sich um federbedeckte Schuppen oder Hautsegeln handelte, die an den Hinter- und Vorderbeinen wuchsen. Aus diesen ersten flugfähigen Tieren entstanden die endothermen (warmblütigen) Flugsaurier wie Eudimorphodon. Sie besaßen am Körper eine fellähnliche Struktur, einen großen Schädel mit einem langen Schnabel, einen recht kurzen Körper sowie lange Hautflügel mit einem verlängertem vierten Fingerknochen. Im Gegensatz zu ihren gleitenden Vorfahren waren die Pterosaurier genannten Flugechsen in der Lage, sich aus eigener Kraft in die Luft zu erheben.

 

Eudimorphodon / © Mineo Shiraishi. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Eudimorphodon
© Mineo Shiraishi
Ichthyosaurus / © Mineo Shiraishi. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Ichthyosaurus
© Mineo Shiraishi

 

Verschiedene Reptiliengruppen drangen auch in die Flachmeere der Trias vor. Die den heutigen Seehunden ähnelnden Placodontier ernährten sich vermutlich überwiegend von Muscheln und Schnecken. Die wie Delfine aussehenden Ichthyosaurier wurden bis zu 15 m lang und waren die am besten angepassten Meeresreptilien. In den Flüssen und Seen aus Süßwasser gab es eine sehr große Vielfalt von Lebewesen, darunter Fische, Muscheln, Schildkröten und Frösche.

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Bildlizenzen

Zeitalter der Trias / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)

Pangäa / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)

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Grafiken und Illustrationen von Karen Carr

Grafiken und Illustrationen von Raul Lunia

Grafiken und Illustrationen von Mineo Shiraishi

Grafiken und Illustrationen von Raul Martin


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