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MESOZOIKUM / Das Zeitalter der Kreide

 

vor 145 bis 66 Millionen Jahren

 

Die Kreidezeit war die letzte Periode des Mesozoikums. In diesem Abschnitt änderte sich die Welt schneller als vorher und es lebten mehr Dinosaurier als je zuvor. Dies war die Epoche des Triceratops, des Parasaurolophus und des Tyrannosaurus. Große Flachmeere bedeckten große Teile Europas und Nordamerikas. Durch das Aufeinanderprallen der Kontinentalplatten entstanden große Gebirge wie der Himalaya, die Alpen, die Anden und die Rocky Mountains. Am Ende der Kreidezeit gab es ein großes Massensterben, dem viele Spezies (fast 50%) und bekannte Familien (fast 25%) sowie alle Dinosaurier zum Opfer fielen. Die Kreide wird in drei Epochen und 12 Zeitalter unterteilt. Eine Übersicht erhalten sie hier: Zeitalter der Kreide /© Dinodata.de. Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)  Zeitalter des Kreide. Für das Aussterben der Dinosaurier und vieler anderer Arten gibt es mehrere Theorien. Dies geschah in einem großen Zeitraum, langsam und über die letzten Jahrtausende der Kreidezeit, vielleicht sogar noch kurz darüber hinaus. Die Umwelt veränderte sich rasch, Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge und das Wetter sorgten zeitweise für extreme Lebensbedingungen, denen sich die Dinosaurier nicht mehr anpassen konnten.

 

Kreide vor 120 Millionen Jahren / 
© Ron Blakey. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Kreide vor 120 Mio. Jahren
© Ron Blakey
Kreide vor 105 Millionen Jahren / 
© Ron Blakey. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Kreide vor 105 Mio. Jahren
© Ron Blakey
Kreide vor 90 Millionen Jahren / 
© Ron Blakey. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Kreide vor 90 Mio. Jahren
© Ron Blakey

 

Die Kreidezeit war eine regelrechte Wasserwelt. Der Meeresspiegel war sehr hoch und große Teile der Kontinente überflutet. Zu Beginn der Kreide bestand zwischen Ostasien und dem Westen Nordamerikas noch eine Landbrücke. Große Bereiche der Kontinente waren von Flachmeeren bedeckt. Der Wasserspiegel war ihn der Kreidezeit zum Teil rund 170 Meter höher als heute! Die beiden Superkontinente Gondwana und Laurasia driften immer weiter auseinander. Gegen Ende der Kreidezeit hatten die Kontinente etwa die Lage und Umrisse, die wir heute kennen. Die Temperaturen erreichten zu Beginn der Kreide ihre höchsten Werte. Es herrschte weltweit etwa das, was wir heute als Treibhausklima bezeichnen würden. Mit der Zeit wurde das Klima jedoch wieder kühler. In der späten Kreidezeit war schon deutlich zwischen Sommer und Winter zu unterscheiden.

 

Landschaft der Kreidezeit / 
© Karen Carr. 
Verwendet mit freundlicher Genehmigung der Autorin
Landschaft der Kreidezeit
© Karen Carr
Szene aus der Kreidezeit / © Julius T. Csotonyi. Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Szene aus der Kreidezeit
© Julius Csotonyi

 

In der Unterkreide waren die vorherrschenden Pflanzen Baumfarne, Ginkgos, Nadelbäume und Farne. Dann tauchten die ersten Blütenpflanzen auf, die sich von den Tropen nun auf der ganzen Welt ausbreiteten und dabei viele neue Gewächse hervorbrachten. Gegen Ende der Oberkreide waren Eiche, Ahorn und andere Baumarten Konkurrenten der Nadelbäume geworden. Auch wuchs in der Kreide vor 80 Millionen Jahren nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche im Wesentlichen auf Funde in Indien beruhen, das erste Gras. Dort wurden in Koprolithen von Sauropoden Grasfasern entdeckt. In der Kreide erschienen nun auch weitere Blütenpflanzen, sogenannte Angiospermen. Sie wuchsen schnell nach und ihre Samen wurden vom Wind, von Insekten, den Vögeln sowie den Dinosauriern weiterverbreitet. Sie entwickelten sich zur dominanten Pflanzengruppe und verdrängten nach und nach viele Schachtelhalme und Farne. Auf den trockeneren Böden der Kreide entwickelten sich die Laubwälder.

 

Ornithomimus / © Michael Hanson. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Ornithomimus
© Michael Hanson
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Ankylosaurus / © Raul Martin. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Ankylosaurus
© Raul Martin
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Dinosaurier der Kreidezeit / © Jan Ake Winqvist. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Dinosaurier der
Kreidezeit
© Jan Ake Winqvist

 

Gegen Ende der Oberen Kreidezeit wuchs die Population der kleinen Säugetiere stark an, doch die dominanten Landtiere waren nach wie vor die Dinosaurier. Das Auseinderdriften der Kontinente blieb für die Dinosaurier nicht ohne Folgen. Da weniger Landbrücken zwischen den Kontinenten vorhanden waren, brachte nun jeder Erdteil eigene Arten hervor. In Europa, dass von einem großen Flachmeer bedeckt war, entstanden auf den verbliebenen Inseln Zwergformen von ehemals großen Dinosauriern, wie zum Beispiel den Sauropoden Europasaurus. Die Theropoden der Kreidezeit waren sehr formenreich, von vogelähnlichen Ornithomimiden wie Ornithomimus bis zu den Tyrannosauriern. Die Stegosaurier starben aus, neue Familien von Ornithischiern entstanden, diese entwickelten zum Teil ein sehr spezielles Gebiss. Besonders zahlreich waren auch die sich von speziellen Bodenpflanzen ernährenden Ankylosaurier. Viele neue Tierformen wie einige Vogelarten, Motten und Schlangen erschienen ebenfalls in der Kreidezeit.

 

Pteranodon / © Mineo Shiraishi. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Pteranodon
© Mineo Shiraishi
Sinornis / © Daniel Bensen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Sinornis
© Daniel Bensen
Elasmosaurus / © Mineo Shiraishi. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Autors
Elasmosaurus
© Mineo Shiraishi

 

Neben den ersten Bienen und Wespen gab es gewaltige Flugsaurier, die größten Tiere, die je auf diesem Planeten geflogen sind. Hierzu zählen unter anderen Quetzalcoatlus mit einer Spannweite von 12 Metern, Pteranodon und Hatzegopteryx. Später entstanden auch flugunfähige Formen, die jedoch gut laufen und bzw. tauchen konnten. Auch die Vögel entwickelten sich rasch weiter, so besaßen der Concornis und der Sinornis einen Brustbeinkamm, an dem kräftige Flugmuskulatur ansetzte. Auch besaßen einige Arten ein Pygostyl, ein Verschmelzungsprodukt der letzten Schwanzwirbel, welches der Befestigung der Schwanzfedern dient.

Unter den Wasserbewohnern der Kreidezeit gab es viele Wirbeltiere, die auch heute noch leben. Riesige, bis zu 10 m lange Mosasaurier schwammen durch die Meere. Der Elasmosaurus fing Fische mit Hilfe seines enorm langen Halses. Zu den größten Tieren, die im Süßwasser lebten, gehörten einige Krokodile wie der 15 Meter lange Sarcosuchus und die krokodilähnlichen Champsosaurier.

Weitere Informationen

Integrated Paleoenvironmental Reconstruction and Taphonomy of a Unique Upper Cretaceous Vertebrate-Bearing Locality (Velaux, Southeastern France)
Autoren: Aude Cincotta, Johan Yans, Pascal Godefroit, Géraldine Garcia, Jean Dejax, Mouloud Benammi, Sauveur Amico und Xavier Valenti / PLOS ONE, DOI: 10.1371/journal.pone.0134231/PDFPDF hier

Island life in the Cretaceous - faunal composition, biogeography, evolution, and extinction of land-living vertebrates on the Late Cretaceous European archipelago
Autoren: Zoltan Csiki-Sava, Eric Buffetaut, Attila Ősi, Xabier Pereda-Suberbiola, Stephen L. Brusatte
ZooKeys 469: 1-161 (08 Jan 2015) / doi: 10.3897/zookeys.469.8439 /PDFPDF hier

Late Cretaceous (late Campanian–Maastrichtian) sea-surface temperature record of the Boreal Chalk Sea
Autoren: Nicolas Thibault, Rikke Harlou, Niels H. Schovsbo, Lars Stemmerik und Finn Surlyk, 2016
Clim. Past, 12, 429-438, doi:10.5194/cp-12-429-2016, 2016 /PDFPDF hier
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Bildlizenzen

Zeitalter der Kreide / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)

Szene aus der Kreidezeit / © Julius T. Csotonyi:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)

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Grafiken und Illustrationen von Michael Hanson

Grafiken und Illustrationen von Daniel Bensen

Grafiken und Illustrationen von Mineo Shiraishi

Grafiken und Illustrationen von Raul Martin

Grafiken und Illustrationen von Julius T. Csotonyi

Grafiken und Illustrationen von Karen Carr

Grafiken und Illustrationen von Jan-Ake Winqvist

 

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